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Der Entwickler. Der 75jährige Dr. Werner Lang, hier zwischen einem Schnitt-Modell eines 500er Trabants, war als früherer Chefkonstrukteur im Sachsenringwerk Zwickau für die Entwicklung des "DDR-Volkswagens" verantwortlich. Unter Langs Leitung wurde Anfang der 60er Jahre der bekannteste Trabi, der Typ 601, entwickelt. Der Zweitakter mit 600 ccm und zwei Zylindern, synchronisiertem Getriebe, Einzelradaufhängung, Kunststoffkarosse und Frontantrieb ging 1964 in Serie.

Freiheit I. Eine lange Schlange von DDR-Fahrzeugen hat sich vor dem Grenzübergang bei Schirnding [Bayern] an der deutsch-tschechoslowakischen Grenze gebildet [Archivbild vom 5.11.1989]. Wenige Tage später ist es so weit: Die DDR öffnet am 9.11.1989 ihre Grenzen

Freiheit II. Das Archivbild vom 10.11.1989 zeigt jubelnde Berliner, die sich über die Fahrt einer "Trabi-Kolonne" über den Grenzübergang Bornholmer Straße nach West-Berlin freuen. Nach der Öffnung eines Teils der deutsch-deutschen Grenzübergänge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 reisten Millionen DDR-Bürger für einen kurzen Besuch in den Westen.

Abschied. Das letzte Auto vom Typ " Trabant " rollt in den Sachsenring Automobilwerken in Zwickau vom Band (Archivbild vom 30.04.1991). Die Produktion war am 30. April 1991 in Zwickau nach insgesamt 3,7 Millionen Autos eingestellt worden.

 

 

Kunst. Als "Denkmal des unbekannten Trabifahrers" wandelte der Hallenser Trabi-Fan und Drehorgelspieler Rolf Becker 1997 das 15 Meter hohe Fäuste-Monument in der Saalestadt um. Mit einem Kran ließ er einen seiner "Trabis" auf das umstrittene Betondenkmal setzen, das einer neuen Verkehrsführung des stark befahrenen Platzes weichen soll. Die 1969 aufgestellte Säule bildet das optische Zentrum des ehemaligen Thälmann-Platzes der Stadt. Es soll die Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung symbolisieren.

Trabi-Queen 1997. Die Zwickauerin Anja Jonat war " Trabi-Queen 97 ". Sie präsentiert in ihrem Trabant-Cabrio eine Ausgabe des Magazins "Supertrabi". Das Magazin hat Leser in etwa 13 Ländern, darunter sogar einen Abo-Leser vom Stamm der Irokesen im US-Bundesstaat Ohio.

 

Ur-Trabi. Professor Franz Meißner vom Zwickauer Automobilmuseum zeigt in Chemnitz den ersten "Ur-Trabi", einen Prototypen des späteren P 50, der ab 1957 im sächsischen Zwickau gebaut wurde. Im Bild rechts ein BMW-Kabinenroller "Isetta" aus dem Jahre 1955. (Archivfoto aus dem Jahr 1997)

 

Geburtstagstorte. Konditor Peter Wolf von der Zwickauer Backmeister GmbH und Co. KG gibt der großen Geburtstagstorte zum 40jährigen Trabantjubiläum den letzten Pfiff. Für die Torte wurden 3,2 kg Butter, 6 kg Zucker, 12 kg Mehl, 10 kg Buttercreme, 1 kg Marzipan und natürlich 40 Kerzen benötigt.

 

Elchtest für den Trabi. Zu den Bildern des traditionellen Sonneberger Faschingsumzuges zählt der mit einem Elch geschmückte Trabant Cabrio, auf dem eine Attrappe des "elchgeprüften" A-Klasse-Mercedes montiert ist. (Archivfoto aus dem Jahr 1998)

 

Trabi de luxe. Acht Meter lang ist das Trabi-Sondermodell, das der Vorsitzende des "Trabi-Buggy-Klubs 93", Jens Rühberg, präsentiert. Das Gefährt hat sechs Räder.

 

 

Schriftzug. Fast 150 Fahrzeuge bildeten 1998 auf dem Flugplatz von Anklam [Mecklenburg-Vorpommern] den Schriftzug "Trabant" nach. Mit dem 100 Meter langen und elf Meter breiten Logo des einstigen ostdeutschen Autoherstellers wollten die Teilnehmer des 4. Trabi-Treffens ins Guinness-Buch der Rekorde gelangen. Insgesamt kamen über 600 "Rennpappen" nach Anklam.

 

Trabi-Nest. Zwei Jungstörche wuchsen 1998 im wohl ungewöhnlichsten Storchennest Deutschlands in Bechlin in der Nähe des brandenburgischen Neuruppin heran. Im Frühjahr hatte Artur Jensch einen ausgedienten Trabant auf dem Mast in luftiger Höhe als Nisthilfe montiert. Der Trabi wurde von den Störchen nach ihrer Ankunft aus Afrika im April sofort bezogen.

Wohnmobil. Mit seinem nagelneuen Trabi-Wohnmobil zog Lars Lindner aus Chemnitz zum 5. Internationalen Trabantfahrer-Treffen in Zwickau alle Blicke auf sich. Rund 250 Stunden hat er an dem Fahrzeug gearbeitet. Zur Ausstattung seines Wohnmobils gehören unter anderem zwei Schlafplätze und eine Mini-Küche mit Kocher und Spülbecken.

Trabi-Friedhof. Noch rund 70 der einst beliebten DDR-"Rennpappen" wurden Ende der Neunziger Jahre jährlich bei dem Entsorgungsfachbetrieb von Harold Ehrhardt in Frössen in Ostthüringen abgeliefert.

Renn-Pappe. So manches Modell wurde liebevoll aufgemotzt

.Fluchthelfer. Mit einem schwimmenden Trabant namens "Fluchthelfer" beteiligten sich Görlitzer Jugendliche auf der Neiße am traditionellen Waschtrogpaddeln der Grenzstadt im Jahr 1999. Fast 50 originell gestaltete Wasserfahrzeuge nahmen einen tausend Meter langen Abschnitt des Grenzflusses in Angriff.

Übung. Der "Durchbruchsversuch" eines betrunkenen Trabi-Fahrers an einem Kontrollpunkt der "SFOR"-Truppen ist im sächsischen Schneeberg von Bundeswehrsoldaten erfolgreich verhindert worden. Der fiktive Vorfall auf einem Militärübungsgelände ist Teil des Trainings des Schneeberger Gebirgsjägerbataillons für einen möglichen Einsatz in Krisenregionen. (Archivbild von 1999)

 

Riesen-Trabi. Der 1999 fertig montierte Riesen-Trabi in den Farben Rot-Gelb-Blau vom Fanclub "1000 PS" präsentiert sich vor einer Werkstatt im mecklenburgischen Ludwigslust in seinem ganzen Ausmaß. Der "Längste Trabi der Welt" wurde aus insgesamt zehn zerlegten "Rennpappen" montiert und hat eine Länge von über 13 Metern. Das Fahrzeug wurde von jugendlichen Mitgliedern des Fan- und Jugendclubs gebaut.

 

Zweitkarriere. Wenn der Trabi nicht mehr fährt, beginnt vielerorts sein zweites "Leben", wie die Kombo von zwei Einzelbildern aus Sachsen zeigt. Floristin Anita Reichel aus der Freiberger Gärtnerei Bimberg pflegt die Blumen im Trabi, der eine neue Aufgabe als fotogener Pflanzkübel erhalten hat. Auch die ausgediente "Rennpappe" im benachbarten St. Michaelis erlebt ein ungewöhnliches Comeback - als Werbegag einer Fahrschule.

Weite Reise. Ungewöhnliche Kulisse für einen Trabant: Vor dem Opernhaus im australischen Sydney steht der Trabi des Aktionskünstlers Drehorgel-Rolf aus Halle. Rolf Becker bereiste im Jahr 2000 mit seinem Trabi Australien. Der Trabant sollte am Ende seiner Tour nach den Olympischen Spielen im australischen Nationalmuseum in Canberra ausgestellt werden.

Trabi auf Zeit. Gerhard Seidemann aus Kemberg bei Wittenberg sitzt in einem seiner fünf Trabi-Cabrios, die er von Juni bis September in Born auf der Ostseehalbinsel Darß an Urlauber und Einheimische vermietet. Der 71-jährige ehemalige Kfz-Meiser verbringt mit diesem "Hobby" den Sommer an der Ostsee. Reich wird er mit seinem Trabi-Verleih zwar nicht, dafür kann er aber wenigstens den Darß-Urlaub für sich und seine Lebensgefährtin bezahlen

.Trabi? Immo Warnecke aus Holzhausen bei Leipzig sitzt 2002 in seinem gerade fertig gebauten Trabant 601 - Speedster. Der Transportunternehmer hat in seiner Freizeit zusammen mit Helfern aus der Automobilbranche eine 26-PS-Trabant-Limousine zu einem 2-sitzigen Speedster umgebaut. Die Motorhaube stammt von dem Designer Colani.

Hoch lebe die DDR. Karsten Hagedorn (rechts) und Dennis Bednarek sitzen im Mai 2002 beim 8. Internationalen Trabi-Treffen in Anklam (Kreis Ostvorpommern) in ihrer mit Erich-Honecker-Porträt verzierten "Rennpappe"

Trabi-Cabrio. Beim 9. Internationalen Trabantfahrertreffen 2002 in Zwickau betrachten Besucher diese schmucken Cabrio-Trabis. Bei soviel "Ostalgie" darf auch ein richtiger DDR-Abschnittsbevollmächtigter nicht fehlen, der in Uniform und mit Megaphon für die richtige Ordnung sorgt. Das Trabi-Treffen lockt jährlich Tausende Fans an die Wiege des unverwüstlichen Plaste-Kleinwagens, der bis 1991 mehr als drei Millionen Mal gebaut wurde.

Lotse. Der "Follow me"-Trabi des Thüringer Regionalflughafens Altenburg-Nobitz fährt an einer gerade gelandeten Boeing 737 der irischen Billigfluglinie Ryanair vorbei. (Foto aus dem Jahr 2003)

Zwillingstrabi. Einen einmaligen Zwillingstrabi, der mit zwei Motoren von beiden Seiten gefahren werden kann, zeigt Klaus Keller beim X. Internationalen Trabantfahrer-Treffen 2003 in Zwickau.

Trabi mal anders. Auf einem selbtgebautem "Trabi-Trikes" sitzt Wolfgang Buchholz aus Zittau 2004 auf dem Gelände des früheren Flughafens in Zwickau

.Bleibende Erinnerung. Zwei Mädchen gehen am "Trabi"-Denkmal im Stadtzentrum von Zwickau vorbei. Die Skulptur aus Sandstein war im Juni 1998 aufgestellt worden und erinnert an die Produktion des "Trabant", der zwischen 1957 und 1991 drei Millionen Mal bei den Sachsenring-Werken gebaut worden war.

Wiedersehen. 15 Jahre nach der Filmkomödie "Go Trabi Go!" sitzt der sächsische Kabarettist und Schauspieler Wolfgang Stumph im Juni 2006 im August Horch Museum Zwickau wieder im Dachzelt des Trabi "Schorsch".

Ausstellung. In der Ausstellung "Geliebt, gehasst - doch unkaputtbar - Der Trabant wird 50 !" in Zwickau betrachten Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums verschiedene Trabi-Modelle, die in ihrer Heimatstadt von 1957 bis 1991 produziert wurden. In der bis Ende November 2007 gezeigten Sonderschau wird die gesamte Entwicklung des DDR-Kleinwagens dokumentiert

Renaissance. Messebesucher bestaunen das Modell des "new Trabi" auf der Leipziger Messe «Modell-Hobby-Spiel» im Oktober 2007. Ziel dieses bereits kürzlich auf der IAA in Frankfurt/Main gezeigten Neuentwurfs ist die Anregung, den legendären Trabant mittelfristig in neuer Form und mit moderner Technik in Serie zu bauen.

.Trabi-Pfefferkuchen. Vielleicht gibt ja die Neuauflage des Trabis Anlass für eine neue Welle der Sympathie für das Kultauto.

 

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